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News & Wissen

14 essenzielle Tipps für Ihre WordPress-Website

WordPress gehört zu den erfolgreichsten Content Management Systemen und treibt Millionen Websites an. Der Erfolg von WordPress ist sicherlich auf die einfache Handhabung und die hohe Anzahl an Plug-ins zurückzuführen. Trotz allem gibt es einige Stolperfallen, in die Einsteiger ebenso wie erfahrenere Webmaster beim Umgang mit dem CMS immer mal wieder tappen. Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt, damit Sie Ihre WordPress-Website optimal umsetzen können und typische Fehler vermeiden.

1. Benutzername und Passwort richtig und sicher setzen

Bei der Installation von WordPress wird als erster Benutzer der Name „admin“ vorgeschlagen. „admin“ steht für Administrator. Dieser hat Zugriff auf alle Einstellungsmöglichkeiten einer WordPress-Installation.

Da „admin“ als Standard vorgeschlagen wird, ist dieser Nutzername natürlich auch idealer Ausgangspunkt für einen Hack-Versuch. Besonders brisant wird die Nutzung von „admin“ in Kombination mit einem schwachen Passwort. Angreifer können dann leicht Zugriff auf das Backend erhalten und Schaden verursachen.

Um von Anfang an auf Nummer sicher zu gehen, ist ein individuell gesetzter Benutzername, beispielsweise „MaxMuster842“, die bessere Wahl. Außerdem sollten Sie ein sicheres Passwort wählen.

Zum Thema „sicheres Passwort“ finden Sie ebenfalls einen ausführlichen Betrag auf unserem Blog.

2. Konfiguration: Permalinks richtig (und SEO-freundlich) definieren

Um die Unterseiten Ihres Web-Auftrittes eindeutig identifizieren und aufrufen zu können, legt WordPress sogenannte „Permalinks“ an. Wie der Name schon sagt, sind diese Links (URLs) permanent. Und sie sollten möglichst auch nicht verändert werden.

Machen Sie sich daher schon ganz am Anfang kurz Gedanken, wie Ihre URLs aussehen sollen.

Sinnvoll – auch für die Suchmaschinenoptimierung – sind meist „sprechende Links“ wie /%postname%/ (z. B. https://www.formativ.net/wordpress-schulung/). Einstellen können Sie dies unter: Einstellungen > Permalinks

Wordpress Permalink einstellen

Wichtig: Denken Sie daran, für wegfallende Permalinks eine URL-Umleitung einzurichten, wenn Sie einzelne Permalinks doch einmal ändern müssen. Mehr dazu finden Sie weiter unten: Punkt 10 „Website-Pflege: Richtig löschen und umleiten“.

3. Konfiguration: Beispielinhalte löschen

Wenn Sie WordPress neu installieren, legt es standardmäßig eine Beispielseite und einen Beispielbeitrag an. Diese Texte werden Sie sehr wahrscheinlich nicht auf Ihrem Internetauftritt präsentieren wollen. Also einfach löschen!

Das wird sehr häufig vergessen: Schauen Sie mal hier. 😉

4. Konfiguration: Crawling erlauben!

In den Einstellungen von WordPress können Sie Suchmaschinen anweisen, die Seite nicht zu indizieren. Das ist sehr praktisch, wenn Sie Ihre Seite gerade erst aufbauen und keine halb fertigen Ergebnisse in den Suchergebnissen zeigen wollen. Wenn die Website fertig ist, möchten Sie aber sehr wahrscheinlich, dass Google & Co. sie auch finden und interessierten Besuchern anzeigen.

Häufiger als gedacht, wird dann jedoch vergessen, das entsprechende Häkchen zu entfernen – mit schwerwiegenden Konsequenzen.

Sie finden diese wichtige Einstellung zur Suchmaschinenindizierung unter Einstellungen > Lesen: „Sichtbarkeit für Suchmaschinen“.

WordPress Crawling erlauben

5. Logik: Optimieren Sie Ihre Seitenstruktur

WordPress ermöglicht Ihnen, Inhaltsseiten (Pages) in Hierarchien einzuordnen. Gerade bei umfangreichen Internetauftritten können Sie so die inhaltliche Logik abbilden.

Das vereinfacht die Arbeit mit Ihren Inhalten sehr. Sie können sie viel schneller auffinden und editieren. Und Sie behalten einen viel besseren Überblick über die Inhalte Ihrer Website.

Die entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten finden Sie direkt in der Seitenbearbeitung in der rechten Spalte.

WordPress - Seitenstruktur anlegen

6. Übersicht: Organisieren Sie Ihre Medien

WordPress bietet nach wie vor keine Möglichkeit, um Medien-Uploads in frei definierbaren Ordnern zu organisieren. Es erstellt für hochgeladene Medien automatisch einzelne Ordner, die nach dem jeweiligen Upload-Datum benannt werden. Dieses Vorgehen geht auf den Ursprung von WordPress als reines Blog-System zurück, mit dem sich ein „Internet-Tagebuch“ führen lässt.

Heutzutage wird WordPress aber selten nur als reiner Weblog genutzt. Vielmehr bildet es die technische Basis für Millionen von Internetseiten, die mitunter sehr umfangreich sind. Die Organisation der Medien-Uploads in unzähligen Datums-Ordnern ist hierbei unübersichtlich.

Sie können diese Funktion jedoch direkt in WordPress deaktivieren: Einstellung > Medien.

WordPress - Medienordner verwalten

Alle Datei-Uploads werden dann in einem einzigen Medienordner abgespeichert. Vor allem bei einem Zugriff über FTP ist dies viel übersichtlicher.

Wenn Sie eine große Anzahl an Bildern und Videos auf Ihrer Website haben, ist das Abspeichern aller Dateien in einem einzigen Ordner natürlich auch nicht immer optimal.

Ein klein wenig Abhilfe schafft die strukturierte Benennung aller Dateien, z. B. mit vorangestelltem Datum in der Form „2020-11-19_Beispielbild.png“.

Im FTP-Ordner ebenso wie in der Listenansicht der Medien im WordPress-Backend lassen sich nun sämtliche Bilder nach Dateinamen sortieren. Sie erscheinen damit in chronologischer Reihenfolge.

WordPress - Medien und Bilder sortieren

Wenn Sie regelmäßig neue Bilder hochladen, ihre Anzahl aber noch überschaubar ist, kann diese Lösung für Sie ideal sein.

Noch mehr Übersicht bieten Plugins von Drittanbietern, mit denen sich Medien in (virtuellen) Ordnern organisieren lassen. Beispiele hierfür sind FileBird oder Folders.

7. Nur notwendige Plugins nutzen

Jedes Plugin, welches zusätzlich in der WordPress-Installation vorhanden ist, birgt ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Denn immer wieder finden sich Sicherheitslücken in Plugins. Leider werden viele (insbesondere kostenfreie Plugins) nicht fortlaufend weiterentwickelt, Sicherheitslücken werden nicht geschlossen. Oder man selbst vergisst das regelmäßige Update (siehe vorheriger Punkt).

Um Ihre Website nicht unnötigen Gefahren auszusetzen, ist es sinnvoll, nur wirklich benötigte Plugins zu installieren. Nicht mehr genutzte Erweiterungen sollten Sie zudem umgehend deinstallieren.

Viele Plugins in der WordPress-Installation bremsen zudem die Performance Ihrer Website aus. Längere Ladezeiten bedeuten unzufriedenere Besucher, höhere Absprungrate und schlechtere Platzierungen in den Suchmaschinen.

Ein paar Tipps zur Plugin-Auswahl finden Sie übrigens in unserem Blogbeitrag: Wie können Sie hochwertige WordPress-Plugins erkennen

8. SEO ist immer interessant

Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, verhilft Ihrer Seite zu mehr Bekanntheit.

Sie wollen viele Besucher auf Ihrer Website und im Internet gefunden werden? Eine wesentliche Voraussetzung hierfür sind gute und optimierte Inhalte. Ausführlich lässt sich dieses Thema an dieser Stellte natürlich nicht behandeln. Dafür ist es zu umfangreich.

Optimieren Sie Ihren Auftritt in Google (SERP) und Ihre Klickraten

Eine wichtige Basis-Optimierung ist jedoch das sinnvolle Setzen von Website-Title und Meta-Description. Gerade der Inhalt des Website-Title ist (aktuell) sehr relevant für die Einstufung der einzelnen Seite durch Google.

Website-Title und Meta-Description zusammen beeinflussen zudem die Darstellung der Seite in den Suchergebnissen und damit Ihre Klickraten.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie in diesem Beitrag: SERP-Optimierung, ansprechende Suchmaschinenergebnisse gestalten

Für die technische Umsetzung in WordPress können wir Ihnen das SEO-Plugin von Yoast wärmstens empfehlen. Es hat sich als Quasi-Standard für WordPress etabliert, funktioniert auch bei mehrsprachigen und komplizierteren WordPress-Konfigurationen meist problemlos. Es lässt sich einfach im Backend installieren. Für viele Websites ist bereits die kostenfreie Basis-Version ausreichend.

WordPress - SEO und SERP - YOAST Plugin

9. Geschwindigkeit: Caching und Hosting

Ein Extra-Boost an Geschwindigkeit kann auch ein gutes Caching bringen. Vereinfacht gesprochen, werden hierbei Daten auf dem Webserver (und teilweise auch auf dem Endgerät des Internetnutzers) vorverarbeitet und zwischengespeichert. Beim Aufruf der Website kann diese dann wesentlich schneller ausgeliefert werden.

Beispiele für häufig genutzte Caching-Plugins in WordPress sind WP Fastest Cache und WP-Optimize sowie für den professionellen Einsatz WP Rocket.

Bitte beachten Sie: Optimiertes Caching ist manchmal technisch nicht ganz trivial und erfordert eine sorgfältige Konfiguration. Prüfen Sie daher unbedingt, ob mit aktiviertem Caching Ihre Website noch richtig angezeigt wird und auch aktualisierte Inhalte sofort übertragen werden.

Wesentlich für die Geschwindigkeit ist natürlich auch der verwendete Webserver bzw. Webhosting-Dienst sowie dessen Anbindung ans Internet. Hier unterscheiden sich die Leistungen zum Teil gravierend. Meist – wenn auch nicht immer – ist schon der Preis ein Indikator.

Preiswerte Basis-Hosting-Tarife für ein paar Euro im Monat ermöglichen selten dieselbe Geschwindigkeit wie ein dedizierter Webserver. Gerade bei kommerziellen Websites kann sich der Wechsel des Anbieters, der Umzug auf einen höheren Tarif oder einen eigenen Sever jedoch auszahlen.

Zur Analyse Ihrer Website-Geschwindigkeit bietet Google mit PageSpeed Insights ein hilfreiches Tool an.

10. Sicherheit: Wählen Sie Ihr Theme und Ihre Plugins sorgfältig aus

Jede komplexere Software bietet irgendwo Angriffsfläche für Hacker. Ein beliebtes und weitverbreitetes Content Management System wie WordPress steht da besonders im Fokus. Es werden aber nicht nur die Kernkomponenten des CMS angegriffen. Sehr häufig sind es auch installierte Themes und Plugins, die eine Website unsicher machen.

Wählen Sie daher sehr sorgfältig aus, was Sie zusätzlich auf Ihrer WordPress-Website installieren:

  • Welche Bewertungen haben die Plugins und wie viele?
  • Wie weit ist die Nutzung verbreitet?
  • Gibt es regelmäßig Funktions- und Sicherheitsupdates?

Es gilt für die Installation zusätzlicher Komponenten: soviel wie nötig, aber so wenig wie möglich! Denn jedes Plugin ist nicht nur ein potenzielles Sicherheitsrisiko, es kann auch den Aufruf Ihrer Website verlangsamen.

11. Programmierung: Child-Theme nutzen

Es gibt eine Vielzahl fertiger Themes für WordPress, die für Ihre Website als Design-Vorlage dienen können. Dies kann den Aufbau einer Homepage erheblich vereinfachen.

Das Problem hierbei: Wenn Sie Anpassung und Änderungen am Code des Themes vornehmen, also selbst etwas hineinprogrammierst, werden diese Änderung bei einem Update des WordPress-Themes häufig verloren gehen. Deswegen auf Updates zu verzichten, ist aber fast nie eine Alternative – schon allein aus Sicherheitsgründen.

Bei WordPress können Sie aber auch ein sogenanntes „Child Theme“ anlegen. Im Child Theme programmieren Sie dann Ihre individuellen Anpassungen am Code. Das „Parent Theme“ bleibt unangetastet. Wird dieses nun aktualisiert, bleiben Ihre Änderungen im Child Theme erhalten und aktiv.

Eine ausführliche Anleitung, wie Child Themes funktionieren und wie Sie diese in Ihre WordPress Seite integrieren, finden Sie auf WordPress.org.

Eine Alternative ist natürlich, dass Sie Ihr selbst entworfenes Webdesign von Grund auf als individuelles WordPress-Theme programmieren.

12. Sicherheit: Updates und Backups

Regelmäßige Updates sind für den zuverlässigen Betrieb einer WordPress Website unverzichtbar. Halten Sie Ihre WordPress-Installation stets auf dem neusten Stand! Dies gilt sowohl für den WordPress-Core als auch für Ihre Plugins.

Ebenfalls unverzichtbar sind regelmäßige Backups von Ihrer Website.

Idealweise machen Sie vor jedem Update ein Backup. Denn auch hierbei kann mal etwas schiefgehen.

Backups sind jedoch generell wichtig: Sie sollten sich für die Sicherung Ihrer Website-Daten eine Strategie zurechtlegen, die auch länger in die Vergangenheit zurück reicht.

Stellen Sie sich vor, Ihre Website wird gehackt, Sie merken es aber erst 2 Monate später. Dann werden Sie froh sein, wenn Sie noch ein Backup haben, das älter als 2 Monate ist.

Die Backups der WordPress-Dateien und Datenbanken können Sie natürlich per Hand anfertigen. Einfacher und auch mit wenig Fachkenntnis geht dies mit entsprechenden Plugins wie UpdraftPlus und BackWPup.

13. Wartung: Vermeiden Sie veraltete Inhalte und tote Links

Last but not least spielt die Qualität und Aktualität der Inhalte eine große Rolle für den Erfolg. Planen Sie regelmäßige Aktualisierungsrunden ein, in denen Sie die Inhalte Ihrer Website durchgehen und anpassen. Überarbeiten Sie veraltete Artikel oder ersetzen Sie sie durch neue.

Achten Sie darauf, Seiten nicht einfach ersatzlos zu löschen. Das kann natürlich auch mal vorkommen und sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn Sie ein Produkt oder eine Dienstleistung überhaupt nicht mehr anbieten.

In der Regel ist es aber besser auf neue Inhalte zu verweisen, anstatt ersatzlos zu löschen. Hierfür sollten Sie auch entsprechende URL-Umleitungen einrichten. In WordPress geht dies recht einfach z. B. dem Plugin Redirection.

Generell gilt es tote Links (broken links) zu reduzieren. Bei einer dynamischen, aktiven Website sind verwaiste Links leider kaum zu vermeiden. Das gilt umso mehr, wenn verschiedene Redakteure gemeinsam daran arbeiten.

Überprüfen Sie Ihre WordPress-Website daher regelmäßig auf tote Links. Hierzu bieten sich Plugins wie der Broken Link Checker an.

Informationen zur Verlinkung Ihrer Internetseite und zu 404-Fehlern finden Sie auch in der Google Search Console.

Softwarelösungen wie Screaming Frog oder SEO-Suiten, die meist auch ein Link-Monitoring mit anbieten, sind eine weitere Möglichkeit, das Problem mit ungültigen Links zu reduzieren.

14. Website-Pflege: Richtig löschen und umleiten

Eine aktiv betriebene Website lebt von ihren Inhalten. Immer neue kommen hinzu. Und manchmal fällt auch etwas weg oder Teile des Internetauftrittes sollen umstrukturiert werden.

Wenn Sie Seiten oder Beiträge löschen, denken Sie daran, diese auf passende neue Seiten oder Inhalte umzuleiten. Denn sonst gibt es eine Fehlermeldung, wenn die veraltete URL aufgerufen wird (Error 404 – Page not found).

Das ist ärgerlich für den Besucher. Und es ist ebenfalls ärgerlich für Sie, insbesondere wenn Sie Wert auf Suchmaschinenoptimierung legen. Mit einer 301-Umleitung (permanent redirect) können Sie bereits erworbene „Sichtbarkeit“ auf die neue Seite übertragen.

Das Einrichten der Umleitungen geht entweder händisch, z. B. in einer .htaccess-Datei im Root-Verzeichnis Ihrer Website, oder Sie nutzen hierfür passende Plugins wie „Redirection“.

Titelbild von Kevin Phillips auf Pixabay

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